noise again

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& Viviane Niebling

noise again Frankfurter Kunstverein 2018

Rauminstallation mit einer Performanceprojekt von Stella Schimmele & bof

 

 

 


 

 

 

 

 

Foto_ Robert Schittko

Künstler_innen-Kollektiv BOF: Noise Again

Ein Bildhauerworkshop für Metzgermeister? Zombies’ Beauty-Spa? Frankensteins Bäder- und Fliesenparadies? Wo man in der Rauminstallation und Performance Noise Again gelandet ist, bleibt undurchschaubar. Körperteile werden mit Smartphones abgefilmt, aus Ton oder Holz geformt und mutieren zu fröhlichen Akteuren in einem vom Horror-Genre inspirierten Treiben. Zwei- und dreidimensionale Körperaus- und -abschnitte verschwinden in Projektionen geisterhaft in Nebelschwaden und fügen sich zugleich skulptural im Raum zu einer neuen Gestalt. Zwischen halbtransparenten Folienbahnen – nicht durchsichtig und noch weniger greifbar – inszeniert Noise Again ein bewegtes Zerfließen in camouflierenden Oberflächen, das sich auf unsere wiederzugewinnende Kontrolle über die von uns im Netz zirkulierenden Bilder bezieht. Das Zerstückeln und Zusammenstückeln von Körpern und Gesichtern rückt dabei als Methode digitaler Technologien zur Speicherung und Wiedererkennung von Daten über Individuen in den Fokus. Permanent produzieren Technologien und Programme digitale „Schatten“ von uns, wenn wir uns durch halböffentliche Räume und Netzwerke bewegen. Doch was, wenn wir uns mit diesen Schatten verbünden? Wenn wir sie nutzen, um bewusst Verschattungen und Verschwommenheiten unseres Selbst zu kreieren und die Sichtbarkeit unseres Ichs aktiv modulieren zu lernen? Der post-digitale Frankenstein muss sich sein Labor erst noch bauen, der Plan zur Erschaffung einer von rationalen Kräften unkontrollierbaren Kreatur liegt angerissen auf dem Tisch. Noise Again wagt den Testlauf.   

Das Künstler_innen-Kollektiv BOF (Berlin Offenbacher Freundschaft) sind derzeit: Stella Schimmele, Viviane Niebling, Michaela Kraft, Kristina Huber, Yuske Taninaka, Verena Kutschera, Lena Appel, Sophia Bobic, Maj-Britt Klenke, Pierre Störig, Anne Gleich und Miró Rabier.

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